Mars Furniture auf der Meble Polska 2026 – Case Study
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März 5, 2026,
autor: Kamil Dudwał
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Mars Furniture auf der Meble Polska 2026 – Case Study
Wie baut man einen Inselstand, der das Produkt zeigt - statt um Aufmerksamkeit zu kämpfen?
Berrylife × Mars Furniture | Meble Polska 2026 - Case Study
Möbelmessen sind ein großer Test: Kann man überhaupt noch in Ruhe sprechen, wenn nebenan ein Festival der Reize stattfindet? Und wenn der Stand eine Insel ist, ist der Test noch einfacher: Man sieht alles von jeder Seite. Es gibt kein „Hinten“, hinter dem man Chaos verstecken könnte. Für Mars Furniture haben wir einen Inselstand für die Meble Polska 2026 umgesetzt.
Die Priorität war klar: Produktpräsentation. Unsere Aufgabe war es, einen Hintergrund zu bauen, der nicht mit der Polsterung konkurriert—aber in der Halle trotzdem nicht untergeht. Einen Raum, der klar, stimmig und angenehm für Gespräche ist. Ohne Marketing Überproduktion.
Kurz gesagt (nur Fakten)
Format: Halbinsel (Semi-Insel)
Leistungsumfang Berrylife: alles – Design, Produktion, Transport, Auf-/Abbau, Multimedia und Content
Priorität: Präsentation der Produkte von Mars Furniture
Der Trick, der den Unterschied gemacht hat: Vorhänge/Gardinen – günstig, aber wirkungsvoll (und funktional)
Multimedia: LED als Architekturelement + Content, geordnet nach Rollen der Screens
Das Briefing in einem Satz
Ziel war ein visuell ruhiger Raum, der die breite Produktpalette von Mars Furniture ideal in Szene setzt—ohne dabei unauffällig zu werden. Die Farbwelt orientierte sich an den Markenfarben des Kunden, um Einfachheit und Klarheit zu erreichen.
Konzept: Kontrast + Leichtigkeit - „Minimalismus,der nicht langweilig ist“
Das Design basiert auf minimalistischer Eleganz und einem Spiel der Kontraste:
schwarze Konstruktion und Wände wirken wie eine solide Architektur und ordnen den Hintergrund,
ein heller Boden hellt die Präsentation auf und „räumt“ die Fläche für die Möbel frei,
transparente Tüll-Trennwände brechen die Masse und bringen Leichtigkeit.
Dazu kommen: Grün, Pflanzen und Lamellen. Nicht, damit es „schöner“ ist. Sondern um die Strenge des Schwarz zu brechen, Geometrie einzubringen und Zonen subtil zu definieren. Der Kunde wünschte eine geschlossene Seitenwand an der Laufachse—statt einer schweren, geschlossenen Wand setzten wir dort eine Lamellen-Trennwand ein, um Luftigkeit und optische Leichtigkeit zu bewahren.
Auf dem Stand dominierte die Möbelpräsentation, aber der Grundriss musste noch zwei Dinge leisten: zum Reingehen einladen und Gespräche komfortabel machen. Die sichtbarste Ecke zur Hauptlaufachse nutzten wir als „Magnet“: ein großer LED-Screen, umrahmt von Tüll, in der Bett-Zone.
Das war bewusst gesetzt - als Assoziation an ein „Fenster im Schlafzimmer“ und als Blickfang, bevor die Halle ablenkt. Die Vorhänge tauchen weiter im Stand auf als:
visuelle Fortsetzung des Motivs,
und weiche Trennung zwischen Bett-Zone und Sofa-/Ecksofa-Zone.
Die Empfangstheke haben wir nicht an den Rand gestellt, sondern etwas tiefer in den Raum—so wirkt der Eingang natürlich und der Stand nicht „zugestellt“. Hinter dem Empfang: Barbereich, daneben das Back-of-House.
Den Zugang zum Back-of-House haben wir hinter einem Samtvorhang verborgen, damit er die Ästhetik nicht stört und sich visuell einfügt. Die Wegeführung wurde so geplant, dass sie als fließender Pfad durch alle Zonen führt.
Multimedia als Architektur – nicht als Gadget
Die LED-Screens wurden so gestaltet, dass sie Teil der Konstruktion sind—nicht ein separates „Gerät“.
Die vertikalen Screen-Formate verlängerten die Wände optisch und machten sie leichter.
Ihre Positionierung ordnete die Zonen und half, Produktgruppen zu kommunizieren.
Das LED im Rig über dem Stand hatte eine Aufgabe: aus der Ferne klar und deutlich zum Mars-Furniture-Stand einzuladen.
Das Rig war gleichzeitig die Basis für die Beleuchtung: Wir setzten auf Spots, die alle Produkte gleichmäßig ausleuchten. Zusätzlich kamen minimalistische Wandleuchten hinzu - ein Stimmungsdetail ohne Übertreibung.
Content: aus Kundenmaterial wurde klare Kommunikation
Mars Furniture lieferte Produktmaterial: Videos und Fotos. Fertige Beschreibungstexte gab es nicht - also ging es nicht nur um Anpassung, sondern um die komplette Logik der Kommunikation am Stand. Bei Berrylife haben wir umgesetzt:
Auswahl und Strukturierung von Inhalten (auch von der Website des Kunden),
Grafikdesign und Plan: was auf welchen Screens sichtbar ist,
Formate, Animationen und Export für LED.
Die Videos kamen in Full HD, mussten aber an die Screens angepasst werden: zuschneiden, trimmen und Elemente entfernen, die im jeweiligen Format nicht funktionieren.
Schlüsselentscheidung: Rollen der Screens
Zwei äußere Screens: Produktkarussell – schneller Überblick über das Sortiment für Vorbeigehende.
Der größte Screen hinten: Produktvideos als Hintergrund, der die Ausstellung ergänzt.
Firmeninfos platzierten wir hinter dem Empfang – dort, wo Gespräche natürlicherweise langsamer werden.
Das Logo blieb dauerhaft im oberen Bereich, damit es auf großer Fläche nicht „verschwindet“ und von allen Seiten sichtbar bleibt.
Das Karussell lief als kontinuierlicher Loop. Einfach und effektiv. Zusätzlich erstellten wir einen Bumper mit Pattern und Logo, der im richtigen Moment die vier Wand-Screens zu einer Grafik zusammenführte—ein kleines Detail, das den Raum sauber zusammenbindet.
Lesson learned? Einfachheit und Produkt. Karussell + klare Rollen der Screens leisten mehr als „alles auf einmal“.
Herausforderung hinter den Kulissen: Budget ohne Effektverlust
Am anspruchsvollsten war es, im Budget zu bleiben, ohne dass der Stand an Wirkung verliert. Genau hier muss Design praktisch sein: Wo bringt Aufwand echten Nutzen – und wo ist es nur „für die Höhe“.
In der Optimierung haben wir u. a. die Höhe einzelner Bauteile reduziert, um das Budget zu halten—ohne den Gesamteindruck zu beschädigen. Und hier kommt unser Lieblings-Trick zurück: Vorhänge und Gardinen. Günstig, aber wirkungsvoll. Sie schaffen Layering, Atmosphäre und Privatsphäre—genau das, was man in der Messehalle braucht.
Fazit
Der Inselstand für Mars Furniture war ein Projekt „ohne Lautstärke“ - und genau deshalb hat er für das Produkt gearbeitet. Kontrast ordnete den Hintergrund, Layering schuf Atmosphäre und Zonen, LEDs unterstützten Orientierung, und der Content blieb einfach und klar.
Die Möbel hatten die Bühne. Der Rest war dafür da, zu helfen.
Wie plant man einen Inselstand, damit er nicht zu „Chaos von allen Seiten“ wird?
Zuerst festlegen, was die Hauptrolle spielt – und alles andere als Unterstützung bauen: Kontrast, klare Wegeführung und ein starker Orientierungspunkt. Eine Insel funktioniert, wenn sie Bewegung lenkt, nicht wenn sie aus jeder Perspektive „beeindrucken“ will.
Macht Multimedia auf einem Möbelstand Sinn?
Ja – wenn es in die Architektur integriert ist und eine klare Aufgabe hat: Zonen ordnen, das Sortiment für Vorbeigehende zeigen und Branding stärken. Sobald Screens mit den Möbeln konkurrieren, kippt der Effekt.
Wie erreicht man einen „Premium“-Eindruck, wenn das Budget nicht elastisch ist?
Geld dort einsetzen, wo man es wirklich spürt (Licht, Raumrhythmus, Kohärenz), und dort sparen, wo es die Erfahrung nicht verändert. In diesem Projekt lieferte das einfachste Element Vorhänge/Gardinen – einen der stärksten Effekte: Layering, Atmosphäre und weiche Privatsphäre.
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